Freude, schöner Götterfunken

Rebbauern, selbsteinkellernde Winzer, Kellermeister — ebenso viele Berufe wie Berufungen, denen wir vorbehaltlos unsere Unterstützung zusichern.

Die Rebe ist unser Universum, das Wallis unsere Welt, der Wein unser Planet. Seite um Seite dieser Festschrift haben wir den Worten Genetik, Biologie, Ökologie, die so viele Köpfe beunruhigen, den Hals umgedreht. Wir machen uns keineswegs darüber lustig! Der Wein geizt nicht mit Fortschritt. Die Selektion von Varietâten, Schonung der Umwelt und Verzicht auf Überdosis bei Pestiziden und Dünger, Untersuchung der Bôden, ihre Bedürfnisse an Nährmittein, Anpassung an die Rebsorten, alles Forschungen, zu denen wir stehen. Râumen wir auf mit dem alten Zopf, dass die Wissenschaft des Weins der Natur ins Handwerk pfusche. Im Gegenteil, aile heutigen Forschungen zielen darauf hin, einen unverfâlschten, von seiner Scholie geprâgten Wein hervorzubringen. Gleichzeitig verfeinert sich der Geschmack. Welch herrliches Gefühl beim Entdecken der Harmonie einer neuen Rebsortenpaarung, eines gerbstoffreicheren Pinot Noir durch veriângerte Gârung und Ausbau im Eichenfass oder eine Maischegârung vor dem Abpressen. Ail diese Arbeitsvorenge berufen sich auf natürliche, den neuen Erfordernissen angepasste Techniken. Alles trâgt dazu bei, die blumige Vielfait der Aromen, die Intensitât der Geschmacksnoten, die Persônlichkeit des Weins zu bereichern und schliesslich den Genuss zu verfeinern.

O glückliche Scholie des Wallis! Boden und Klima erlauben dir, von einer unerschôpflichen Zukunft zu träumen. Die Weintradition ist hier tief verankert. Meisterschaft, Gewissenhaftigkeit, berufliches Können bewahren uns vor überstürzten Abenteuern. Ein Jahrhundert Geschichte hat unsere Muskeln gestâhlt, unseren Geist jung erhalten... Möge unser Geschick Ihnen weinselige Stunden bescheren!